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Träge
scheint die Mittagssonne durch mein Fenster.
Lichtflecken auf dem dunklen Holzboden verführen mich,
ihnen zu folgen,
wäre es doch nur nicht so heiß.
Der Duft der Pinien und des Hibiskus hängt schwer in der Luft,
verführt mich erneut...
Süß-schwerer Wein und Honigmilch schwängern die Luft
und das Aroma der Gewürze verwirrt leicht den Geist.
Sommerhitze, unerträglich schön und wollüstig heiß.
Ich bin unfähig mehr zu tun,
als meinen Geist auf Reisen zu schicken,
ihn all das schöne, verspielte tun zu lassen,
das lustvolle, verdorbene...
Meine Fantasie trägt mich an ferne Orte,
beschwingt mich,
läßt mich träge nach der Feder greifen.
Ich beginne aufzuzeichnen, was mein Geist erforscht,
schreibe seine Abenteuer,
folge seinen Wegen in kühne Heldentaten und amuröse Nächte...
Mein Blick verliert sich bei in den letzten Worten.
Unversehens blicke ich hinaus in die weintrunkene, heiße Süße.
Versonnen tauche ich meine Finger in den Honigrahm,
hebe meinen Hand an die Lippen
und beginne die Sahne genüsslich abzulecken.
Was anderes erwartet man von mir???
Bin ich doch auch nur eine Katze...
Lysander 2005 |
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